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Römische Republik

Als Römische Republik (res publica – „öffentliche Sache) wird die Staatsform Roms bezeichnet. Sie liegt zwischen der Königsherrschaft (Ende etwa 510 v. Chr.) und der Entstehung des römischen Kaisertums (27 v. Chr.). Es ist eine Art Aristokratie (Adelsherrschaft oder „Herrschaft der Besten“) mit demokratischen Elementen.

Römische Republik

Als Römische Republik (res publica – „öffentliche Sache“) wird die Staatsform Roms bezeichnet.

Römische Republik – Verfassung

Schon damals herrschte in Rom das Prinzip der Gewaltenteilung. Viele dieser frühzeitigen Elemente sind auch heute noch die Grundlage für viele Verfassungen. Das Regierungssystem des republikanischen Roms beinhaltete zwei bedeutende Prinzipien. Jedes Amt durfte nur für jeweils ein Jahr ausgeübt werden. Dies nennt sich Annualität. Kollegialität nennt sich das andere Prinzip. Dieses besagt, dass jedes Amt durchgehend von mindestens zwei Vertretern des römischen Staates besetzt sein muss. Das Konsulat war das höchste Amt. Die Konsuln standen dem Militär sowie der Verwaltung vor. Für den Fall einer schweren Krise war es möglich, einen Diktator für mit sechs Monaten Amtszeit zu bestimmen. Der Senat sowie die Volksversammlung kontrollierten die einzelnen Amtsträger. Beide Organisationen waren auch für die Gesetzgebung Roms verantwortlich. Patrizier sowie Plebejer konnten Mitglieder des Senats werden. Sie wurden ernannt und übten ihr Amt bis zum Tod aus.

Römische Republik – Historischer Abriss

Nachdem der letzte König Tarquinius abgedankt wurde, wurden Lucius Tarquinius Callotinus sowie Lucius Iunius Brutus zu den allerersten Konsuln gewählt. Womöglich wurde die römische Republik im Jahr 475 v. Chr. ins Leben gerufen. Im selben Jahrhundert kam es zu Auseinandersetzungen zwischen dem römischen Stadtstaat und den Etruskern. Anfang des vierten Jahrhunderts, 387 v. Chr. überfielen die Kelten Rom. Darauf folgte jedoch eine Phase der Expansion. Ab 340 v. Chr. brachte die römische Republik viele Städte in der Toskana unter seine Kontrolle. Es folgte ab 280 v. Chr. auch Süditalien. Die römische Republik legte zur Herrschaftssicherung Kolonien an und richtete ein Bündnissystem, bestehend aus Städten und Stämmen, ein. Zur Großmacht stieg die römische Republik in Folge der Drei Punischen Kriege (264 v. Chr. bis 146 v. Chr.) auf. Griechische Stadtstaaten sowie Makedonien wurden Rom unterstellt.

Neben den zahlreichen Vorteilen entstanden jedoch auch Probleme für die neue Großmacht. Das Milizsystem (jeder Bürger ist an Verteidigung und Kriegführung beteiligt) war nicht mehr praktikabel. Militärische Niederlagen gegen Kimber sowie Teutonen provozierten eine neue Militärverfassung. Es kam dadurch zu einer Art Berufsarmee mit ausgebildeten Soldaten. Für die Söldner war die römische Armee die einzige Einnahmequelle. Zudem waren sie dadurch intensiver an ihren Feldherren gebunden.